30.07.2026 | Neue Wärmekunden für die erweiterte KUMS-Heizzentrale
Pressemitteilung 30.07.2026
Das Kommunalunternehmens Markt Schwaben AöR (KUMS) hat im Frühsommer seine neue Wärmetechnik im fast fertiggestellten Erweiterungsgebäude in Betrieb genommen. Schon im Februar war das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einer Kapazität von 3.200 kW gestartet worden. Den regenerativen Part deckt die große Luftwärmepumpe mit ihren 1.400 Watt ab. Das innovative Kraft-Wärme-System (iKWK) läuft nach Bedarfs- und wirtschaftlichen Aspekten: Das KUMS setzt die Wärmepumpe ein, wenn der Strombedarf im Netz niedrig und damit der Bezug von Strom niedrigpreisig ist. Sobald der Strombedarf im Netz hoch und damit hochpreisig ist, erzeugt das BHKW den Strom für die Einspeisung ins Stromnetz und die Abwärme fließt ins Wärmenetz. Durch diesen ausbalancierten Betrieb erzielt das KUMS höhere Erlöse. Ein ideales Zusammenspiel mit der Nutzung regenerativer Energien.
Die KUMS Heizzentrale Am Erlberg in Markt Schwaben war ausgebaut worden, weil die Wärmekapazitäten der bisherigen Heizzentrale durch immer mehr angeschlossene Gebäude an ihr Limit gerieten. Diese Gelegenheit wurde gleichzeitig genutzt, um den Weg zu klimaneutraler Wärmeversorgung zu öffnen. Die Wärmekunden vom KUMS brauchen sich keine Gedanken mehr um individuelle Lösungen für Wärmequellen und deren Wartung machen.
Die komfortable Fernwärmeversorgung haben nun jüngst mehrere größere Wohnanlagen aus den siebziger Jahren für sich als richtigen Weg der Wärmebeschaffung erkannt. Im Verbund geht es um einen Anschlusswert über 2.500 Kilowatt (KW) mit einem ermittelten Gesamtverbrauch von rund 3.500 Megawattstunden (MWh) im Jahr. Der Anschluss wird über den nächstjährigen Weiterbau der Wärmeleitung vom Widderweg aus erfolgen. Ab der Heizperiode 2027/28 soll in diesen Bestandgebäuden dann die Wärme von außen in die Räume fließen.
Der Anschluss dieser weiteren Gebäude unterstreicht die Entscheidung in Markt Schwaben, die KUMS Heizzentrale auszubauen. Damalige Annahmen bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung im Hinblick auf den zu erwartenden Wärmeabsatz werden damit voll erfüllt, wenn nicht bei tatsächlichem Verbrauch und gleichzeitig sparsamer Betriebsführung beim KUMS sogar übertroffen.
Dank des Verbundes der KUMS Heizzentrale mit dem Wärmenetz der Bayernwerk Natur, das bisher hauptsächlich über Hackschnitzelwerke seine eigene Wärme generierte, profitieren letztlich alle. In Sommerzeiten beziehen dann beide Wärmenetze ihre Wärme fast ausschließlich durch die klimaneutrale Luftwärmepumpe beim KUMS. Je mehr kommunale, gewerbliche und private Nutzer im Markt sich für die Option der Fernwärmenutzung entschließen, desto wirtschaftlicher wird diese energetische Maßnahme für alle Beteiligten.
KUMS-Vorstand Bernhard Wagner freut sich: "Diese Highlights krönen das Ende meiner rund zehnjährigen Amtszeit für die kommunale Wärmeversorgung. So mag ich mich gern in den Ruhestand verabschieden und die weitere Zukunft des KUMS meinem Nachfolger überlassen."
Bild: KUMS / bw | KUMS-Vorstand Bernhard Wagner zeigt auf die Heizzentrale, die er tatkräftig mit aufgebaut hat.