31.01.2018 | Die KUMS-Vorstände verabschieden sich

Die beiden KUMS-Vorstände Martha Biberger und Bernhard Wagner blicken auf drei bewegte Jahre zurück, in denen sie die Geschicke des im Februar 2014 gegründeten Kommunalunternehmen Markt Schwaben AöR lenkten. Neu errichtet wurde seitdem die Heizzentrale Am Erlberg mit dem Blockheizkraftwerk und ausgebaut wurde das Wärmeleitungsnetz in Markt Schwaben. Im Herbst letzten Jahres wurde der Betrieb für die erweiterte kommunale Wärmeversorgung aufgenommen.

Die dreijährige Amtszeit der beiden KUMS-Vorstände endet mit dem Januar dieses Jahres. Beide haben das KUMS in seiner Entstehungszeit engagiert und tatkräftig vertreten und die wesentlichen Meilensteine platziert. Natürlich stets in enger Abstimmung mit dem Verwaltungsrat, dessen Mitglieder vom Marktgemeinderat bestellt werden und dem der Erste Bürgermeister des Marktes Markt Schwaben vorsitzt.

Bernhard Wagner, der parallel zu seiner Funktion als KUMS-Vorstand als Geschäftsleitender Beamter der Marktgemeinde tätig ist, atmet jetzt tief durch, denn die großen Herausforderungen in der Wärmeversorgung hat das KUMS gemeistert. "Bei den Planungen und der Realisierung der neuen Heizzentrale mit dem BHKW Am Erlberg sowie der Erschließung eines großen Versorgungsgebietes mit neuen Wärmeleitungen habe ich viel dazugelernt. Ich bin schon ein wenig stolz darauf, dass die Bauarbeiten im Großen und Ganzen nach Plan gelaufen sind und wir nun rechtzeitig vor dem Winter den Regelbetrieb der Wärmeversorgung freischalten konnten."

Das Erdgeschoss mit dem funktionalen Teil der neuen Heizzentrale Am Erlberg ist komplett errichtet. Nur der Ausbau des Obergeschosses, den das KUMS zukünftig als Verwaltungstrakt nutzen wird, läuft noch. Das erdgasbetriebene Blockheizkraftwerk läuft einbandfrei und generiert Strom, der von der Regenerativen Energie Ebersberg eG (REGE), dem virtuellen Kraftwerk des Landkreises, abgenommen wird und als "Eberstrom" den Landkreis mitversorgt. Die bei der Stromgenerierung erzeugte Abwärme wird im großen Pufferbehälter neben der Heizzentrale zwischengespeichert und von dort aus in den Kreislauf des jetzt insgesamt 2,7 km langen Wärmeleitungsnetzes abgegeben. Die Erweiterung des Wärmeleitungsnetzes hat zwar während der Straßenbauarbeiten die Geduld und Ruhe der Anwohner strapaziert, aber im Dezember waren endlich auch die letzten Straßenoberflächen wiederhergestellt.

Nachdem Markt Schwaben sich von der zuvor favorisierten Wärmeversorgung über Geothermie bis auf weiteres verabschieden musste, hat sich zwischenzeitlich das BHKW als sehr gute Alternative in wirtschaftlicher wie auch funktionaler Hinsicht erwiesen. Die Heizzentrale hat seit seiner generellen Inbetriebnahme Anfang Oktober schon über 1.300 MWh Wärme und rund 800.000 kWh Strom erzeugt. Der Brennkessel, der zuvor temporär bei der Schule am Habererweg aufgestellt war und von dort das bestehende Wärmeleitungsnetz speiste, wurde auch noch im Dezember in die Heizzentrale umgezogen. Hier dient dieser bewährte Gasbrenner in harten Wintermonaten für zusätzliche Wärmeerzeugung. Außerdem übernimmt er bei Wartungsarbeiten am BHKW auch temporär allein die Wärmegenerierung. Auch ein nicht vorhersehbarer Ausfall des BHKW ließe sich damit überbrücken. Somit ist die Versorgung mit der 'Wärme von draußen' für alle angeschlossenen Gebäude sichergestellt.

Martha Biberger, die neben ihrer Funktion als KUMS-Vorstand auch gleichzeitig als Kämmerin im Rathaus des Marktes Markt Schwaben agiert, freut sich, dass sie für das KUMS unter anderem auch entscheidende Finanz- und Fördermittel beschaffen konnte und alle Finanzvorgänge abwickelte. "Damit waren die Baumaßnahmen für die kommunale Wärmeversorgung abgesichert, die nun ihren großen Beitrag im Umweltschutz leistet. Gern schaue ich auf die von uns erbauten Einrichtungen des KUMS, die jetzt wie geplant in Betrieb sind und deren Kostenrahmen wir weitestgehend einhalten konnten. Je mehr Gebäude zukünftig über das Wärmenetz versorgt werden, desto mehr verringert sich der CO2-Ausstoß." Damit erbringt das KUMS mit der kommunalen Wärmeversorgung seinen Anteil an der vom Landkreis avisierten Energiewende 2030.

Der gesamte Verwaltungsrat bedankt sich ausdrücklich bei den beiden KUMS-Vorständen für ihren ergebnisreichen Einsatz und der konsequenten Zielverfolgung beim Ausbau der kommunalen Wärmeversorgung. Der Erste Bürgermeister Georg Hohmann betont, dass diese ersten drei Jahre in der KUMS-Historie unter der Leitung von Martha Biberger und Bernhard Wagner maßgeblich Ausrichtung und Tempo für die Zukunft der kommunalen Versorgungseinrichtungen bestimmt haben. Der Abschied der bisherigen KUMS-Vorstände birgt gleichermaßen einen Neubeginn, denn direkt ab Februar wird Dr. Karl-Heinz Figl als neuer hauptamtlicher Vorstand die weiteren Arbeiten des KUMS verantworten. Mit seinen Erfahrungen, die er als Geschäftsführer bei den Stadtwerken Dorfen sammeln konnte, soll er die zukünftige Ausrichtung des KUMS mitbestimmen. Sobald er sich in seinem neuen Aufgabengebiet beim KUMS orientiert hat, werden ihn die Markt Schwabener Bürger und Unternehmen sicher kennenlernen und von ihm hören.

Bild: Die KUMS-Vorstände Martha Biberger und Bernhard Wagner, hier beim ersten öffentlichen Infoabend am 1. Dezember 2016, legen ihre Arbeiten beim KUMS nach drei erfolgreichen Jahren nun Ende Januar 2018 nieder. [Foto: privat]

KUMS Vorstände Martha Biberger und Bernhard Wagner, Amtszeit von Gründung in 2014 bis Januar 2018