26.10.2017 | Die erweiterte kommunale Wärmeversorgung läuft

Ein entscheidender Meilenstein wurde plangemäß erreicht: Seit Anfang Oktober versorgt das Blockheizkraftwerk in der neuen Heizzentrale Am Erlberg das gesamte kommunale Wärmeleitungsnetz in Markt Schwaben. Fast wie gerufen kommt dazu die Auszeichnung als "Projekt des Monats" durch die Energieagentur Ebersberg.

Ende September legte KUMS-Vorstand Martha Biberger den Hebel um für den Testbetrieb des neuen Wärmeleitungsnetzes durch die Heizzentrale am Erlberg. Am 5. Oktober öffnete dann KUMS-Vorstand Bernhard Wagner den Schieber, der bis dahin noch das Areal mit dem neu verlegten Wärmeleitungsnetz von den Bestandsleitungen trennte. Damit nahm die neu errichtete Heizzentrale Am Erlberg erfolgreich ihren Betrieb auf, um von nun an das gesamte kommunale Wärmeleitungsnetz in Markt Schwaben zu versorgen. Das Blockheizkraftwerk hat seitdem schon die ersten rund 80.000 kWh  generiert. Die KUMS-Vorstände und der Verwaltungsrat freuen sich, dass die Inbetriebnahme so reibungslos ablief und dass ab jetzt auch alle neu angeschlossenen Gebäude den Komfort der kommunalen Wärmeversorgung nutzen können.

Wie gerufen kommt die Auszeichnung als "Projekt des Monats" durch die Energieagentur Ebersberg, mit der der Landkreis das Markt Schwabener Wärmenetz als besondere Energieeffizienz- und -sparmaßnahme und als Beitrag zum Klimaschutz hervorhebt. Betont wird der enorm hohe Wirkungsgrad des BHKW von rund 90 Prozent, der aus dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung entsteht: Das Erdgasbetriebene BHKW erzeugt Strom und nutzt die dabei entstehende Abwärme für die Wärmeversorgung. Diese hohe Energieeffizienz macht das BHKW zu einem wichtigen Baustein in der Energiewende, von der letztendlich alle profitieren.

Für Abnahme und Vermarktung des vom BHKW erzeugten Stroms unterzeichnete das KUMS einen Vertrag mit der Regenerativen Energie Ebersberg eG (REGE), dem virtuellen Kraftwerk des Landkreises. Die REGE schließt die im Landkreis verstreut liegenden Stromerzeugungsanlagen zu einem leistungsstarken Erzeugerverbund zusammen, um den Landkreis mit dem selbsterzeugten "Eberstrom" zu versorgen.

"Unsere Heizzentrale in Markt Schwaben ist für die Zukunft gerüstet. Wenn steigende Wärmeabnahmemengen ein zusätzliches BHKW erfordern, dann ist dafür die Fläche im Heizwerk bereits vorgesehen", so Bernhard Wagner. Martha Biberger ergänzt: "Die kommunale Wärmeversorgung ist vor allem eine wichtige Investition für die Zukunft, mit der Bürger und Kommune zusammen ihren Beitrag zur Energiewende leisten".

Bild: Ende September 2017 unterzeichneten die KUMS-Vorstände Martha Biberger und Bernhard Wagner den Vertrag zur Direktvermarktung des vom BKHW erzeugten Stroms mit Wolfgang Poschenrieder, Vorstand der Regenerative Energie Ebersberg e.G. [Foto: KUMS]

Ende September 2017 unterzeichneten die KUMS-Vorstände Martha Biberger und Bernhard Wagner den Vertrag zur Direktvermarktung des vom BKHW erzeugten Stroms mit Wolfgang Poschenrieder, Vorstand der Regenerative Energie Ebersberg e.G.